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Zeit, fertig zu werden

Auch wenn ich derzeit noch regelmäßig meine Runden mit meinem Xray auf der Indoor-Bahn des MAC Adenau drehe, so kommen doch immer häufiger die Gedanken an die neue Nitro-Saison auf. Klar, das Wetter ist noch kalt und nass, keineswegs einladend, irgendeiner Outdoor-Beschäftigung nachzugehen. Aber: Die Tage werden schon wieder deutlich länger. Und das ist ein untrügerisches Zeichen dafür, dass das Frühjahr näher rückt.

Also ist es auch an der Zeit, fertig zu werden - fertig zu werden mit den Vorbereitungen für die neue VG-Saison. Schließlich will ich nicht dann in der Werkstatt sitzen (müssen), wenn die Sonne scheint und andere ihre ersten Runden in Oberhausen, Dormagen, Bad Breisig oder wo auch immer drehen. Also gilt es gerade dies ungemütlichen Wintertage zu nutzen, um das letztjährige Chassis auf Vordermann zu bringen oder ein neues Auto aus dem Baukasten aufzubauen. Und es gilt, die Tasche mit den Ersatzteilen zu prüfen, das Werkzeug, die Startbox etc. ... uih, die Liste ist doch ziemlich lang. Es gibt also in den kommenden Tagen und Wochen Einiges zu tun. Spätestens am 30. März steht schließlich das Nitro-West-Warmup auf dem Programm, auch wenn es schön wäre, wenn schon vorher das Wetter ein paar erste flotte Runden zulassen würde.

Und wie gehen Eure Saisonvorbereitungen voran?

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ETS - Tag drei, der 10-Minuten-Tag

Tag drei, der finale Tag des ETS in Mülheim-Kärlich. Aufstehen um 05.15 Uhr. 05.50 Uhr Abfahrt ab Müsch, 06.00 Uhr Abfahrt ab Adenau mit Jörg. 06.40 Uhr Ankunft in der Philipp-Heift-Halle. Verdammt, was machen wir hier? Ist das normal? Nein, sicher nicht. Was noch weniger normale ist: Um 07.00 Uhr begann die Renn-Action. In Worten: sieben Uhr! Um 07.14 startete Jürgen Jungklaus in sein zweites R-Finale, um 07.49 mein Bruder Jörg ins zweite M-Finale, und um 08.03 war ich mit dem zweiten K-Finale an der Reihe. Dann wieder über fünf Stunden Wartezeit bis zum dritten Final-Durchgang (Jürgen um 12.32 etc.). Und das war´s dann auch schon für uns.

ETS-Tag drei, der Zehn-Minuten-Tag. Fahrzeit also zwei Mal fünf Minuten. Mehr nicht. Am Samstag waren es drei Mal fünf Minuten, am Freitag fünf mal fünf Minuten. Macht zehn Mal fünf Minuten, also in Summe 50 Minuten Fahrzeit an drei sehr langen Tagen. Da kommt auch keine Vorbereitungszeit dazu, die gibt es bei Elektro nicht, in der Regel nur eine Warmup-Runde zum Transpondercheck. Unser Fazit: Die Fahrzeit steht in keinem Verhältnis zum zeitlichen Aufwand. Wir Verbrenner-Fahrer sind einfach mehr Fahrzeit gewohnt. Nichts gegen Pausen, Kaffee, nette Plaudereien, noch mal das Set-up kontrollieren (man hat ja Zeit), bei den A-Finals den Stars zuschauen. Aber wir sind doch zum Fahren da ...

Okay, es sind die Indoor-Events der ETS, die vor allem diesen gewaltigen Zulauf haben, was Uwe Rheinard eben ein Luxus-Problem beschert: Soll er die Teilnehmerzahl begrenzen? Ja oder nein? Man bedenke: Andere bedeutende Rennen, DM´s oder EM´s, kommen gar nicht mal in die Nähe dieser Frage. Zur EM (B) VG10 in diesem Jahr haben sich gerade einmal 29 Fahrer angemeldet, jetzt suchen der europäische Verband EFRA und der spanische Ausrichter händeringend nach Teilnehmern, damit sich die sechstägige Veranstaltung überhaupt in irgendeiner Form lohnt.

Die "Expedition ETS" war für uns trotzdem ein Erlebnis, ein schönes und interessantes Erlebnis. Und wir waren froh und auch ein bisschen stolz, beim größten RC-Car-Rennen Europas dabei gewesen zu sein. Es ist ein klasse Starterfeld, und die Betonung liegt auf "Klasse". Da kann man nicht erwarten, dass man nach Jahren mal wieder ein Elektro-Rennen fährt und und dann weit vorne landet. Gerade bei 202 Teilnehmern in der Stock-Klasse spielen auch Kleinigkeiten und vor allem auch die gewisse Portion Glück eine nicht unerhebliche Rolle. Am Ende landete Jürgen mit seinem Xray T4'14 auf dem 178. Platz, Jörg mit seienm Serpent 411 auf dem 125. Rang und ich auf dem Platz 101. Von der Pole-Position aus konnte ich mit meinem Xray T4'14 zwei Finalläufe gewinnen und war damit Sieger des K-Finales. Und dafür gab es bei der Siegerehrung sogar eine Trophäe.

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ETS - Tag zwei des Mega-Events und der Kontrollverlust der Verbände

Tag zwei der ETS in Mülheim-Kärlich. Auf dem Programm stehen die Vorläufe drei und vier sowie die ersten Finals. Mit Renn-Action von 8.25 bis 21.40 Uhr ist auch das ein ungewöhnlich langer Tag. Wir, mein Bruder Jörg, Jürgen Jungklaus, lernen und staunen bei unserem ETS-Debüt.

Der zweite Lauf zur Euro Touring Series, kurz ETS, ist ein Mega-Event. 361 Teilnehmer machen das Rennen in der Philip-Heift-Halle in Mülheim-Kärlich bei Koblenz zum größten RC-Car-Rennen Europas. Allein das muss man sich einmal vor Augen führen. Unglaubliche 202 Teilnehmer zählt alleine die "Xray Pro Stock Klasse", dazu kommen 92 Fahrer in der "Ride Modified Klasse" und 67 Teilnehmer in der "Formel Klasse", die beim ETS ein Revival erlebt.

Schon auf dem Parkplatz wird klar: Das ist kein nationales Rennen, das ist eine internationale Großveranstaltung. Kennzeichen aus allen möglichen Ländern sind vertreten. Ein anderes Indiz ist auch das Sprachen-Wirrwarr im Fahrerlager. Konkret sind es, wenn ich richtig gezählt habe, 24 Nationen, die hier im Teilnehmer-Feld vertreten sind. Nur einfach so zum Vergleich: Bei der Europameisterschaft der Elektro-Tourenwagen waren im vergangenen Jahr gerade mal 62 Fahrer in Portugal angetreten, aus 14 Ländern. Längst hat die ETS den Europameisterschaften den Rang abgelaufen. Das ist ein Fakt, den auch der europäische Verband EFRA nicht von der Hand weisen kann, einsehen will man das aber nicht.

Aber es sind nicht nur die Teilnehmer, sondern es ist auch die RC-Car-Industrie, die der ETS entsprechende Bedeutung verleiht: Für die Firmen ist ein ETS-Erfolg - vorsichtig ausgedrückt - mittlerweile mindestens so wichtig wie ein EM-Titel. Entsprechend schicken in erster Linie die Chassis-Hersteller, und davon gibt es im Bereich der Elektro-Tourenwagen nicht gerade wenig, ihre Top-Piloten längst auch zu jedem ETS-Rennen. Es geht um Siege, also um Prestige, Ehre und Erfolg, mit dem sich trefflich werben läßt. Und über die ETS wird rund um den Globus berichtet, dafür sorgt Rennen für Rennen Red RC, das führende Internet-Portal der irischen Brüder Eoghian und Oisin O'Briain. Live-Timing ist Standard in der ETS, und Video-Mitschnitte der Finalrennen der Stars gibt es auf YouTube. Im Kampf um Marktanteile haben die Firmen bei der ETS die besten Voraussetzungen, einen Gegenwert für ihren (finanziellen) Einsatz - Teilnahme der Teamfahrer und Sponsoring - zu erhalten.

Was Orga-Tausendsassa Uwe Rheinard und US-Plaudertasche Scotty Ernst im Laufe der vergangenen Jahre auf die Beine gestellt haben, verdient absoluten Respekt. Es ist letztlich eine - späte - Entwicklung, die andere Sportarten längst schon durchlaufen haben. Beispiel Formel 1, in der Bernie Ecclestone die Dinge einst und bis heute in die Hand nahm, weil die Überlebenschancen der professionellen Rennteams in einer Meisterschaft unter Regie des Weltverbandes FIA kaum gegeben waren. Beispiel DTM, in der die ITR als Organisation einst derTeams und heute der Automobil-Hersteller ebenfalls dem Verband (DMSB) die Zügel aus der Hand genommen haben, um eine professionelle Plattform zu schaffen. So ist es beim Golfen mit der PGA oder beim Tennis mit WTA und ATP etc. etc. Wo Verbände, schwerfällig und mit verkrusteten Strukturen, mit den Anforderungen von professionell organisiertem Sport inklusiv moderner Vermarktung nicht mithalten können, da verlieren die Verbände zuerst die Kontrolle und dann die Bedeutung. Die Entwicklung geht auch im RC-Car-Sport weiter, denn längst hat die ETS mit EOS (Offroad) und ENS (Nitrro) vielversprechenden Zuwachs bekommen.

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ETS - der lange Tag eins

Tag eins des ETS-Wochenendes in Mülheim-Kärlich wurde der mega lange Tag, wie befürchtet. Um 06.30 öffneten sich die Türen der Philip-Heift-Halle, und um 07.30 startete die Renn-Action. Wir, mein Bruder Jörg und ich sowie Jürgen Jungklaus, waren um 06.50 da. Oh mein Gott - war das früh. Und die meisten waren um diese Uhrzeit schon schon da. Direkt hinter dem Eingang stand Uwe Rheinard und dirigierte jeden mit einem freundlichen "Guten Morgen" an seinen Arbeitsplatz. Ein Puzzle aus gut 360 Teilen, pardon, 360 Teilnehmern - denn im Vorfeld kann jeder per E-Mail mitteilen, wo und mit wem er gerne zusammensitzen möchte, und wer sich nicht meldet, dem wird ein Platz zugeteilt.

Was auffällt, ist die Ruhe. Nirgendwo Hektik, nirgendwo Geschrei, kein Gemecker, nichts. Das ändert sich auch über Tag nicht. Auch auf dem Fahrerstand gibt es kein Geschrei und kein lautes Geschimpfe. Okay, natürlich fehlt uns der Sound von hochdrehenden Nitro-Motoren, keine Frage. Und wir sind nicht die einzigen, die den vermissen. Schließlich mischen sich schon einige Nitro-Junkies unter die Stromies. Leise, kaum hörbar, surren die Tourenwagen der Stock- und Modified-Klasse sowie die Formel-1-Boliden über den schwarzen Streckenbelag, ein spezieller Teppich aus Belgien, der schon während des ersten Freien Trainings schnell Grip aufbaut. Hörbar ist allenfalls hier und da das Quietschen der Reifen, ab und an auch ein Einschlag in die erstmals beim ETS verwendete Streckenbegrenzung aus Kunststoff, eine interessante Neuentwicklung aus Polen.

Manchmal reckt man den Hals, um vom Arbeitsplatz über die Werbebanner der Streckenumrandung hinweg zu schauen, ob wirklich gerade gefahren wird. Diese Frage stellt sich aber nur, wenn der zweite ETS-Mann in der "Rheinard & Ernst GbR", Scotty Ernst, mal gerade Luft holt oder doch mal eine Pause macht. Es sind wohl nur wenige im Fahrerlager, die wirklich alles verstehen, was der US-Amerikaner im heftigen Ami-Slang so alles erzählt. Aber worauf es ankommt, versteht man dann sehr wohl, wenn man nicht schon eh weiß, was gerade passiert oder ansteht. Es ist viel Routine im Spiel, und man merkt, dass die ETS - was Uwe Rheinard auch immer wieder betont - eine große Familie ist, die nicht zum ersten Mal zum Familientreffen zusammengekommen ist und bei der Neulinge durchaus herzlich aufgenommen werden.

Wir haben unseren Spaß, versuchen, unsere Autos auf die Strecke mit einem wirklich gelungenen Layout anzupassen, uns zurecht zu finden. Und wir haben unseren Spaß auch in den langen, sehr langen Pausen. Ein bisschen schrauben, viel quatschen, ein Käffchen hier, mittags gegenüber in das exklusiv für ETS-Teilnehmer reservierte Restaurant einer Tennishalle - gegen 22 Uhr machen wir uns dann auf den Heimweg. Da wird auf der Strecke immer noch gefahren, bis gegen 22.30 Uhr. 15 Stunden pures Racing, quasi ohne Pause, denn zwischen den einzelnen Läufen nicht gerade mal eine Minute. Echt der Wahnsinn.

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ETS - Tag null

Tag null also beim ETS #2 in Mülheim-Kärlich. Das bedeutet, null Renn-Action, stattdessen mega Aufbau-Stress, Ausgabe von Motoren, Reglern und Reifen, Anreise, gucken. Auch ich war da, am frühen Abend. Es sind ja nur 50 Kilometer von Adenau nach Mülheim-Kärlich. Das eine oder andere Schwätzchen hier und da, ein kleines Paket von Toni aufsammeln und dann den Dingen harren. Uwe Rheinard ist unterwegs, im Baumarkt etwas besorgen, heißt es. Währenddessen packen viele fleißige Helfer an, karren Unmengen an Tischen und Bänken heran, immerhin für 360 Teilnehmer. Andere arbeiten, offenbar deutlich gelassener, an der Strecke. Teppich liegt schon, Absperrgitter stehen. Das Layout nimmt so langsam Formen an, an mehreren Stellen wird gearbeitet, werden die neuen Streckenbregnzungen verlegt. Eines ist klar: Die Jungs haben noch eine Menge Arbeit vor sich. An dieser Stelle schon mal ein dickes Dankeschön an alle, die am Donnerstag so fleißig waren.

Dann taucht Mr. ETS auf, Uwe Rheinard. Der hat an diesem Wochenende ein Heimspiel, ist ja in Andernach zuhause. Er bringt Koffer und Kartons mit, baut diese auf zwei Tischen auf und schon geht die Materialausgabe los. Ich hole drei Motoren, drei Satz Reifen und zwei Regler. Dann geht es zurück, mit einem kleinen Umweg über Bad Breisig, um Jürgen Jungklaus mit Motor, Leihregler und Reifen zu versorgen. Und weiter nach Adenau zu Jörg in unserer gemeinsamen Werkstatt. Es beginnt der finale Arbeitsgang. Regler und Motoren rein, noch mal das Auto vermessen, zusammenpacken, alles ins Auto, Feierabend. Es ist doch nach Mitternacht geworden.

Die Nacht wird kurz. Um 06.30 Uhr öffnet die Halle, um 07.30 startert die erste Gruppe zum Freien Training. Ein Freies Training à 4 Minuten mit nur einer Minute Abstand zwischen den Läufen, dann Fahrerbesprechung, dann zwei Trainingsläufe wieder à vier Minutenn, und schließlich noch zwei Vorläufe à fünf Minuten, nun mit zwei Minuten Abstand. Genau 150 Läufe stehen am Freitag auf dem Programm. Wow! Um 22.20 Uhr soll Feierabend sein. Der Tag wird lang, sehr lang

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