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Reifen-Desaster: DM VG8 hat ein Nachspiel

Das Reifen-Desaster bei der Deutschen Meisterschaft VG8 beim MC Ettlingen hat ein Nachspiel. Aufgrund des Berichtes des DMC-Offiziellen Werner Schwarz und Beschwerden von Fahrern  hat sich das Präsidium des DMC in seiner jüngsten Sitzung ausgiebig mit der Angelegenheit beschäftigt, wie der DMC auf seiner Website meldet. Dabei ging es sowohl um die Aufarbeitung der DM als auch um die Verhängung von Strafen sowie um Veränderungen des Reifensystems für künftige DM´s. Im nächsten Schritt wird der DMC, der auch juristischen Rat eingeholt hat, eine Gesprächsrunde mit Lieferant, Ausrichter und Fahrervertretern einberufen.

Nicht nur beim DMC, sondern vor allem bei RMV Deutschland, dem Lieferanten der Contact-Reifen, waren nach der DM zahlreiche Beschwerden und konkrete Erstattungsforderungen eingegangen. Ein Angebot, nicht verwendete Reifensätze (gegen neue, bessere Reifensätze) zu tauschen, ist nicht auf Zustimmung gestoßen. Die für die DM VG8 bestellten Einheitsreifen der Marke Contact wichen überwiegen von den bestellten Shorehärten 32 für Front- und 35 für Heckreifen ab. Messungen ergaben bei den Heckreifen eine unfassbare Bandbreite von fünf (!!!) bis 49 Shore, zudem wurden weitere Mängel (Frontreifen aus zwei oder drei Ringen, unterschiedliche Größen etc.) festgestellt. Die mangelhafte Qualität des überwiegenden Teils der gelieferten Reifen führte bei der DM nicht nur für großen Ärger bei den Teilnehmern, die Reifen-Lotterie verzerrte zudem den Wettbewerb, ganz abgesehen von Schäden infolge von Unfällen und Kollisionen durch schwer beherrschbare Fahrzeuge.

Hier die DMC-Meldung im Wortlaut:

DM VG8: Mangelhafte Reifen sorgen für Nachspiel

Die Einheitsreifen bei der Deutschen Meisterschaft VG8 vom 13. bis 16.
September beim MC Ettlingen, die überwiegend nicht der bestellten
Spezifikation entsprochen haben, sorgen für ein Nachspiel. Auf Basis des
Berichtes des DMC-Offiziellen Werner Schwarz sowie Beschwerden von Fahrern
hat sich das DMC-Präsidium bei seiner zweiten Jahressitzung am 13./14.
Oktober in Baunatal ausführlich mit diesem Thema beschäftigt. Anhand von
vorliegenden Mustern konnten sich die Präsidiumsmitglieder selbst einen
Eindruck verschaffen, wie groß u.a. die Abweichung der Shorehärten der von
RMV Deutschland gelieferten Reifen der Marke Contact war. Ergänzend dazu lag
auch eine juristische Einschätzung vor, die Präsident Norbert Rasch beim
DMC-Anwalt eingeholt hat.

Der DMC, der selbst in diesem Fall juristisch keine Rolle spielt, strebt
eine Lösung zugunsten der DM-Teilnehmer an. Dazu wird Josef Dragani,
Vizepräsident und VG-Referent, im nächsten Schritt ein gemeinsames Gespräch
der beteiligten Parteien (Lieferant, Ausrichter, Fahrer) einberufen. Die
Fahrerseite soll dabei durch je einen DM-Teilnehmer aus Klasse1 und Klasse 2
vertreten werden.

Darüber hinaus beschäftigte sich das DMC-Präsidium mit den Konsequenzen, die
aus dem Reifendilemma bei der DM VG8 folgen. Dabei geht es neben der
Verhängung von Strafen, die abhängig von einer möglichen Lösung vorerst
aufgeschoben wurde, vor allem um die Frage, wie die ordnungsgemäße
DM-Durchführung mit qualitativ hochwertigen Einheitsreifen künftig
gewährleistet werden kann. Erste Vorschläge dazu liegen vor, weitere
detaillierte Vorschläge sind jedoch willkommen und können direkt an Josef
Dragani ( Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! <mailto: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! > )
übermittelt werden.