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Motoren für VG8S und VG10S: Veränderungen mit Bedacht

 

Die beiden Standard-Klassen sind ein wichtiger Teil der Erfolgsgeschichte des Nitro-West-Masters, kurz NWM. 2011 wurde die Klasse HC8 eingeführt, 2013 die HC10. Beide Klassen erfreuen sich grundsätzlich einer beachtlichen Resonanz, stehen sie doch für eine hohe Chancengleichheit bei begrenzten Kosten. Erst in den vergangenen Jahren wurde aus HC8 die VG8S (S wie Standard oder Sport) und aus HC10 die VG10S. Bis zum heutigen Tag waren für beide Klassen jeweils ein Novarossi- und ein Picco-Motor zugelassen.

Durch die Schließung der Firma Novarossi und durch Veränderungen bei Picco sind Änderungen im Reglement unausweichlich. Die NWM-Orga, vertreten durch Emil Kwasny, Heinz Kroezemann und Uwe Baldes, habe sich ausgiebig mit der Situation beschäftigt und etliche Gespräche geführt. Letztlich hat das Trio gemeinsam einen Weg beschlossen, der Veränderungen mit Bedacht, mit Augenmaß herbeiführen soll. Dabei gilt es, vor allem jene Fahrer zu schützen, die bereits in VG8S und VG10S am Start sind und über das entsprechende Material verfügen. Etliche Fahrer haben in den vergangenen Monaten diverse Verkaufsaktionen genutzt und sich mit passendem Material eingedeckt.

Wie schon beim Nitro-West-Treff, am 19. März als Video-Meeting durchgeführt, angekündigt, steht zunächst die Resorohr-Thematik an erster Stelle. Für die beiden VG8S-Motoren werden die Resorohre #2015 (Novarossi) und #2120 (Picco) nicht mehr hergestellt, nur wenige sind noch am Markt erhältlich. Shepherd Micro Racing als Initiator des ehemaligen Hobby-Cups und der heutigen ProStockSeries (PSS) hat das Hypex #2069 als alternatives Resorohr ausgemacht, das mittels unterschiedlicher Krümmer sowohl mit dem Novarossi- als auch mit dem Picco-Motor verwendet werden kann.

Die NWM-Orga will beide Combos vor der Zulassung erst testen. Dazu hat die NWM-Orga das Resorohr und beide Krümmer bereits erworben. Nach einem ausführlichen Test, der im Laufe des Juni stattfindet, wird entschieden, ob beide Combos zugelassen werden. Bei Leistungsunterschieden ist eventuell auch eine Venturi-Anpassung eine Option.

Das VG-Gremium des DMC, das am Mittwochabend erstmals in einem Video-Meeting zusammen mit dem kommissarischen VG-Referenten Peter Leue und mit Präsident Dirk Horn sich mit der Durchführung der beiden DM´s sowie mit der Motoren-Thematik beschäftigte, folgt dem vom NWM eingeschlagenen Weg.

Was die Motoren betrifft, so lässt das DMC-Reglement für dieses Jahr die Zulassung weiterer Motoren nicht zu. Ziel von NWM und DMC ist es, die vorhandenen, zugelassenen Motoren mindestens bis Ende 2022 zuzulassen und spätestens beim DMC-Sportbundtag 2021 über die Zulassung weiterer Motoren zu beschließen. So bleibt genügend Zeit, um in Frage kommende Motoren wie die neue Generation von Picco als auch von anderen Herstellern, wie beispielsweise O.S., zu prüfen.

„Die aktuelle Situation ist schwierig, keine Frage. Und es gibt sie nicht, die eine, die logische Lösung, leider. Für das Nitro-West-Masters haben wir uns entschieden, vorerst auf die vorhandenen, zugelassenen Motoren zu setzen. Damit schützen wir zunächst vor allem die langjährigen Teilnehmer dieser beiden Klassen“, erklärt NWM-Organisator Uwe Baldes. „Jetzt wollen wir im ersten Schritt nach dem Test die neuen Reso-Combos zulassen. Das ist wichtig. Und im zweiten Schritt geht es darum, für 2022 und darüber hinaus Motoren zuzulassen, die in unveränderter Bauweise möglichst für mindestens die kommenden drei Jahre eingesetzt werden.“ Und weiter: „Dass Novarossi die Produktion beendet, was mir im März final bestätigt wurde, und quasi zeitgleich Picco die Produktion ändert, ist sehr unglücklich. Unser Ziel ist es nun mehr denn je, für die Zukunft wieder stabile Verhältnisse für die VG8S und VG10S herzustellen. Diese Saison werden wir, wenn sich die Teilnehmer beider Klassen je nach Möglichkeit auch gegenseitig unterstützen, hoffentlich gut überstehen.“

Nächster Event

Nitro-West-Masters #4
@ Bad Breisig
#NWM4AhrFlutOpfer 

Sa/So, 31.07./01.08.

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myRCM.nitro-west.de
MMC Rhein-Ahr