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EM VG10: Nach zwei Vorläufen Mazzeo vorn - Wischnewski Neunter

Mazzeo, Balestri und Groskamp innerhalb von nur einer Viertelsekunde an der Spitze, Wischnewski als bester Deutscher auf Rang neun - so die Zwischenbilanz nach zwei von vier Vorläufen zur Europameisterschaft (A) VG10 im italienischen Cassino. Auch wenn vorne zwei Italiener zusammen mit einem Holländer die Pace machen, hat sich der Heimvorteil der Italiener zumindest teilweise verflüchtigt. Es sind "nur" zehn Italiener in den Top 20 zu finden. Dagegen kommen die Deutschen allmählich in Fahrt, unter den 21 Besten sind immerhin sechs Piloten mit DMC-Lizenz platziert. Erleichterung bei den einen, unverändert Frust und Rätselraten oder auch Pech bei den anderen - im deutschen Lager herrscht eine gemischte Stimmung, doch niemand ist wirklich zufrieden.

Nachdem am Donnerstag zwei kontrollierte Trainingsläufe - insgesamt also die Trainingsläufe 12 und 13 - gefahren wurden, in denen zumindest die meisten versuchten, die 7.00 MInuten zu fahren, mussten die beiden Vorläufe am Nachmittag konkrete Aufschlüsse über das tatsächlichen Potenzial liefern. Dabei erwies sich der zweite Vorlauf als der schnellere, zumal die letzten fünf, sechs Gruppen profitierten von deutlich kühleren Temperaturen, vor allem auch des Asphalts, als die Dämmerung nahte - es wurde bis kurz vor Einbruch der Dunkelheit gefahren - und leichte Schleierwolken wie ein Hitzeschild wirkten. Während des ersten Vorlaufdurchganges lagen die Lufttemparaturen um oder gar über 40 Grad, die Asphalttemperaturen bei satten 60 Grad. Da schauten einige Fahrer und Mechaniker doch sehr verduzt, als sich das Fahrverhalten unter sinkenden Temperaturen markant änderte und auch "traction roll" plötzlich an der Tagesordnung war.

Die vorläufige Bestzeit eroberte der italienische Serpent-Pilot Alessio Mazzeo mit 29 Runden in 7.09,516 Minuten. Sein Landsmann Dario Balestri katapultierte sich mit seinem KM erstmals nach vorne und landete mit 29 Runde in 7.09,635 auf Rang zwei. eigentlich war der frischgebackenere Elektro-Tourenwagen-Weltmeister Gilles Groskamp mit seinem Capricorn auf Pole-Kurs, doch beim Tankstopp verlor der Niederländer rund eine Sekunde auf die Besten und am Ende fehlten 0,272 Sekunden auf die Bestzeit. Groskamp, der im ersten Durchgang als Einziger 29 Runden geschafft hatte, war überrascht, dass es trotz des Zeitverlusts beim Tanken so knapp war und haderte letztlich damit, dass er von der Boxencrew darüber keine Info bekommen hatte, dann wären die drei Zehntel durchaus noch drin gewesen. Jedenfalls beeindruckt "JG" seit Beginn der EM mit seiner unheimlich effizienten und konstant schnellen Fahrweise. Insgesamt haben sieben Piloten 29 Runden geschafft, darunter auch Mark Green (Serpent) und Daniele Ielasi (Shepherd), die erstmals in den Top 10 auftauchten.

Bester Deutscher war Vize-Europameister Dirk Wischnewski. Der Xray-Pilot landete mit 28 Runden in 7.01,520 auf Rang neun. Dahinter folgten Rico Kröber (Xray/7.04,675), Ronald Völker (Shepherd/7.05,956) und Robert Pietsch (Mugen/7.06,016) auf den Plätzen 15, 17 und 18, Patrick Nähr (Shepherd/7.07,315) und Eric Dankel (Capricorn/7.08,527) auf P20 und P21. Vor allem Pietsch und Völker hatten das Pech, sich im zweiten Vorlauf nicht verbessern zu können. Für Völker war nach elf Runden der Durchgang zu Ende, und Pietsch leistete sich einen sehr sehr seltenen Fahrfehler und rollte den MTX5 eingangs der Geraden ab. Sonst wäre der Titelverteidiger wohl unter die Top fünf gefahren, der Speed (14,4) jedenfalls passte. Übrigens wird Robert Pietsch nicht von seinem #1-Mechaniker Felix Heise unterstützt, der kurzfristig absagen musste, sondern von seinem Onkel Christoph Pietsch. Auch Bernd Rausch leistete sich im zweiten Vorlauf einen Abroller, nach einer Runde war seine Hatz unglücklich beendet. Ungewohnt weit hinten zu finden sind Michael Salven (Serpent) auf Rang 61 und Patrick Schäfer (Shepherd) auf Rang 94. Dabei sind sie aber durchaus in "guter Gesellschaft", denn auch Biagio Spagaro auf Rang 99, ansonsten immer ganz vorne, Teemu Leino auf P90, Francesco Tironi auf P88, könnten ihre Aussichten auf eine Top-Platzierung bereits verspielt haben, wenn die Bahn in den beiden noch ausstehenden Läufen am Freitag nicht mehr so schnell sein sollte wie am Donnerstagabend.

Die Top 10 und die Platzierungen der Deutschen:

01. Alessio Mazzeo (IT) Serpent - 29 Runden / 7.09,516 Minuten
02. Dario Balestri (IT) KM - 29 / 7.09,635
03. Jilles Groskamp (NL) Capricorn - 29 / 7.09,788
04. David Loppini (IT) ??? - 29 / 7.11,100
05. Mark Green (GB) Serpent - 29 / 7.13,507
06. Daniele Ielasi (IT) Shepherd - 29 / 7.13,597
07. Alessio Forte (IT) Xray - 29 / 7.13,842
08. Giuseppe D'Angelo (IT) Xray - 28 / 7.00,834
09. Dirk Wischnewski (DE) Xray - 28 / 7.01,520
10. Luca Redaelli (IT) Xray - 28 / 7.02,020
...
15. Rico Kröber (DE) Xray - 28 / 7.04,675
17. Ronald Völker (DE) Shepherd - 28 / 7.05,956
18. Robert Pietsch (DE) Mugen - 28 / 7.06,016
20. Patrick Nähr (DE) Shepherd - 28 / 7.07,315
21. Eric Dankel (DE) Capricorn - 28 / 7.08,527
37. Toni Gruber (DE) Serpent - 28 / 7.14,272
38. René Püpke (DE) Serpent - 28 / 7.15,197
52. Bernd Rausch (DE) Kyosho - 27 / 7.06,662
61. Michael Salven (DE) Serpent - 27 / 7.11,056
94. Patrick Schäfer (DE) Shepherd - 22 / 7.06,674
95. Klaus Lechner (DE/CH) Serpent - 20 / 7.00,342

Am Freitag werden die Vorläufe drei und vier gefahren, anschließend die ersten Subfinals bis hin zum 1/64-Finale.

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